Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Böse Überraschung für die Füchse - NHL-Star Battaglia weg
09.02.2011 | 10:00 Uhr von Eddi
Die Lausitzer Füchse stehen unter Schock.
Der als neuer Hoffnungsträger verpflichtete NHL-Star Bates Battaglia hat Weißwasser am Dienstag schon wieder verlassen und das Zweitliga-Schlusslicht damit noch tiefer in die Krise gestürzt. Battaglia hat offenbar gesundheitliche Probleme verschwiegen. „Wir mussten die Notbremse ziehen“, sagt Teammanager Ralf Hantschke.
Der Schock hatte am Dienstag im Fuchsbau viele Gesichter. Während Hantschke von der »Notbremse « sprach, beklagte Trainer Dirk Rohrbach einen »Vertrauensbruch« durch jenen Mann, der die Füchse mit seinen Toren eigentlich zum Klassenerhalt schießen sollte. Auch die Fans waren fassungslos und kommentierten im Internet die Nachricht vom überraschenden Battaglia-Abschied. »Und täglich grüßt das Murmeltier. Man, man, man, hört das denn nie auf«, fragt sich User »martinalein« angesichts der Pechsträne der Füchse in der laufenden Saison mit der historischen Serie von 18 Niederlagen am Stück, den vielen Verletzten sowie dem Absturz auf den letzten Platz.

Und jetzt also auch noch der Verlust des erst vor knapp zwei Wochen verpflichteten Hoffnungsträgers Bates Battaglia, der nach nur zwei Spielen schon wieder weg ist. Was nun, Füchse? Die RUNDSCHAU erklärt Hintergründe und Folgen der überraschenden Trennung vom NHL-Star.

Ausgerutscht: Bates Battaglia absolvierte nur zwei Spiele im Trikot der Füchse. Foto: Gerleigner

Der Abschied: Knackpunkt war der Gesundheitszustand des Neuzuganges. Weiterführende medizinische Untersuchungen hätten ergeben, »dass der Amerikaner derzeit nicht gesund ist«, erklärten die Füchse in einer Pressemitteilung, die viel Raum für Spekulationen lässt. »Über die dabei hervorgetretenen gesundheitlichen Pro bleme haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart«, heißt es weiter. Da nicht absehbar sei, wann Battaglia wieder vollständig fit wird, habe man den Vertrag aufgelöst.

Die Hintergründe: Trotz der komplizierten Situation war es offenbar eine Trennung in gegenseitigem Einvernehmen. Denn auch Battaglia drängte am Wochenanfang mit aller Macht auf eine Trennung. »Bates hat gespürt, dass es unter diesen Umständen keinen Sinn macht«, sagt Coach Dirk Rohrbach.

Es spricht viel dafür, dass Battaglia die Aufgabe in Weißwasser mit Blick auf seinen Gesundheitszustand schlicht und einfach unterschätzt hat. Selbst ein gestandener NHL-Spieler - der 580 Einsätze in der besten Liga der Welt absolviert hat - muss topfit sein, um in der 2. Liga Deutschlands bestehen zu können. Eine an sich banale Erkenntnis, die zum Grundwissen jedes Profisportlers zählen sollte, was im Falle von Bates Batta glia aber offenbar nicht der Fall war. »Er hat nicht mit offenen Karten gespielt«, beklagt Trainer Rohrbach.

Die Modalitäten: So kompliziert wie sich die Verpflichtung des NHL-Stars gestaltete, die über einen Spielerberater in Deutschland sowie eine schwedische Agentur eingefädelt wurde, so kompliziert war auch die Trennung. Immerhin konnte Teammanager Ralf Hantschke nach zähen Verhandlungen am Dienstagabend versichern: »Wir gehen ohne finanzielle Verluste aus der Sache raus.«

Die Kosten für den Flug sowie die Anmeldung des Spielers beim Ligaverband ESBG tragen das Management von Battaglia sowie der Spieler selbst. Zudem verweist Hantschke beim Thema »Notbremse« darauf, dass die Füchse dank der Trennung wenigstens das Gehalt für einen Neuzugang sparen, der aufgrund seiner körperlichen Verfassung die Erwartungen wohl nie und nimmer hätte erfüllen können. »Wir haben auch eine Verantwortung den Sponsoren gegenüber, die uns das Geld für diese Neuverpflichtung zur Verfügung gestellt haben.«

Die Folgen: Sportlich ist der Abschied von Battaglia im Grunde nicht zu kompensieren, weil der US-Boy aufgrund seiner großen Erfahrung eine Führungsrolle übernehmen sollte. »Wir müssen jetzt noch enger zusammen rücken. Jeder Spieler muss Verantwortung übernehmen«, fordert Trainer Rohrbach und verweist als Motivation auf den kürzlichen Sieg gegen Ravensburg - damals noch ohne den vermeintlichen Retter Battaglia. Jetzt müssen sich die Füchse selbst retten.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
2518 mal gelesen
 
1 | SEFI | 09.02.2011 @ 13:18
Immerhin hat es der Kurzbesucher mit optisch auffälligem Foto auf die Titelseite der LR geschafft. Macht sich im persönlichen Sammelalbum auch ganz gut.
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