Trotz Mini-Budget: Füchse mit zweitem Transfercoup
03.05.2011 | 06:51 Uhr von
Die Lausitzer Füchse haben eine weitere wichtige Personalie für die neue Saison in der 2. Bundesliga geklärt: Mit Jonathan Boutin spielt der „Torhüter des Jahres 2010“ künftig wieder in Weißwasser. Boutin ist nach Toptorjäger Mark Derlago bereits der zweite spektakuläre Neuzugang. Die Füchse haben offenbar aus ihren Fehlern gelernt.
Transfercoup – mit diesem Superlativ bewertet die Fachzeitschrift „Eishockey-News“ in ihrer am heutigen Dienstag erscheinenden Ausgabe die Rückkehr von Boutin in den Fuchsbau. Für den 26 Jahre alten Kanadier ist es das zweite Gastspiel in der Lausitz. In der Saison 2009/2010 wurde er nachträglich verpflichtet, weil sich Stammtorhüter Ryan MacDonald schwer verletzt hatte. Am Ende der Spielzeit kürte die „Eishockey-News“ dann Boutin sogar zum besten Torhüter der 2. Bundesliga.
Anschließend unterschrieb der Kanadier einen gutdotierten Vertrag in Norwegen bei Lillehammer IK. „Jonathan ist ein sehr starker Torwart, der konstant auf hohem Niveau hält. Wir freuen uns sehr, dass er wieder für die Füchse spielt“, sagt Team-Manager Ralf Hantschke. Die RUNDSCHAU erklärt, was hinter den beiden Transfercoups steckt.
Warum entschied sich Boutin für Weißwasser?
Eine ganz wichtige Rolle spielte der familiäre Aspekt. Boutins Freundin wohnt in Weißwasser, deshalb hatten die Füchse bessere Karten als die Mitbewerber. Allein mit finanziellen Gründen wäre der Torhüter wohl schwer zu überzeugen gewesen. Denn auch in der neuen Saison werden die Füche mit rund einer Million Euro wieder einen der kleinsten Etats der 2. Liga haben. Zudem hofft Boutin weiterhin auf den Sprung in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Und um dieses Ziel zu erreichen, muss er sich präsentieren. Hierzulande steht er viel mehr im Fokus als in Norwegen.
Was wird aus den bisherigen Torhütern?
Mit der Boutin-Verpflichtung ist klar, dass Ryan MacDonald und Dominik Halmosi keine Zukunft in Weißwasser haben. Für MacDonald ist es der Abschied nach insgesamt drei Jahren im Füchse-Trikot. Er wird möglicherweise in seine kanadische Heimat zurückkehren. Nummer zwei hinter Boutin sollte eigentlich der 18-jährige Dustin Strahlmeier werden, der schon in der abgelaufenen Saison für die 2. Liga lizenziert war und beim Kooperationspartner Jonsforf spielte. Strahlmeier gab den Füchsen aber einen Korb. Er unterschrieb bei Zweitliga-Konkurrent Bietigheim.
„Boots“ ist back: Torhüter Jonathan Boutin kehrt nach einem Jahr in Norwegen zu den Füchsen zurück. Foto: Aswendt/asw1
Wie gelang die Verpflichtung von Torjäger Derlago?
Genau wie Boutin möchte sich auch Mark Derlago für europäische Topclubs empfehlen. Die Füchse siegten im Bieten mehrerer Zweitligisten, weil sie dem 25-jährigen Kanadier am schnellsten ein Angebot unterbreiteten, dass natürlich auch vernünftig dotiert war. Immerhin gehört Derlago zu den Topstürmern der ECHL, der dritthöchsten Profiliga in Nordamerika. In der abgelaufenen Saison schoss er 45 Tore, zwei Mal in Folge wurde er in das All-Star-Team gewählt.
Die Füchse gehen damit einen anderen Weg als zuletzt, wo sie bei den Kontingentstellen vor allem auf Quantität setzten. Eine Marschroute, die beinahe schief gegangen wäre, denn erst in der Abstiegsrunde schaffte Weißwasser den Klassenerhalt. Diesmal investieren die Füchse mehr in die Qualität – siehe Boutin und Derlago. Da jedoch nicht mehr Geld zur Verfügung steht als bisher, muss laut Hantschke „innerhalb des Kaders umverteilt“ werden. Das heißt, die weiteren Ausländer sollen möglichst preisgünstig sein.
Wie sehen die weiteren Planungen aus?
Von den Kontingentspielern können nur David Turon und Richard Hartmann auf einen neuen Vertrag hoffen. Gestiegen sind die Chancen auf einen Verbleib von Danny Albrecht. Er wurde von den Moskitos Essen umworben, die jedoch große finanzielle Probleme haben. (von Frank Noack)
Ich freu mich das wir Boots verpflichten konnten, aber wenn ich lese das ein Hartmann auf einen Vertrag hoffen bekomme ich die blanken Fragezeichen! Hartmann war für mich einer der schlechtesten Ausländer in der letzten saison !!!
Was ist mit Rawlyk? Der hat genauso viele Tore gemacht wie Hartmann als Stürmer. Und Rory hat immer gekämpft, egal wie schlecht es lief, was ich bei Hartmann nicht sehen konnte!!!
2 | andy58 | 03.05.2011 @ 09:36
@1 diese Ansicht kann ich zu 100% unterstützen, Rory hat immer gekampft
3 | Maik+Eve | 03.05.2011 @ 09:43
Schön das ich mit der meinung nicht allein da stehe !!!!
4 | Wolverine | 03.05.2011 @ 09:58
Jo@1+2 Das will ich da mal mit Unterschreiben...
5 | graftom77 | 03.05.2011 @ 10:01
Immer ruhig Leute, Rory ist auch noch in 8 Wochen zu haben, viel wichtiger finde ich, dass die Chancen Danny zu halten, gestiegen sind!
6 | Maik+Eve | 03.05.2011 @ 10:04
@5 das mit Danny unterschreibe ich!
Aber wenn ich lese das man einen Hartmann hoffen lässt muss ich mir die frage stellen was mit Rory ist!!!
Pro Rory !!!
7 | AnSch | 03.05.2011 @ 10:42
Erstmal Welcome bacl Boots ;)
Zu Hartmann und Rory, ich finde das Hartmann in den Playdown sehr gut gespielt hat, ich denke das er in der Hauptrunde einfach auch nicht die richigen Leute neben sich hatte...jetzt wo Ervin wieder fit ist kann ich mir eine Reihe Ervin+Albrecht+Hartmann sehr gut vorstellen. Rory gefällt mir als Typ echt super, er passt mit seiner Einstellung aucch gut nach Weißwasser, aber wir dürfen nicht vergessen das er als Verteidiger geholt wurde und auf diese Position konnte..
8 | AnSch | 03.05.2011 @ 10:43
..er in meinen Augen nicht überzeugen.
9 | SEFI | 03.05.2011 @ 11:33
Ein Rawlyk hat NIE das gespielt wofür er geholt wurde. Soll er jetzt als Stürmer für die kommende Saison verpflichtet werden? Als Verteidiger mit Narrenfreiheit? Oder als Bespassungsverantwortlicher für das Fanvolk?
10 | Makkaroni | 03.05.2011 @ 12:14
Bis jetzt sind doch "unsere NEUEN" wirklich richtige "Kracher"! Zu Hartmann und Rawlyk kann ich nur sagen - zu Schwach (über die Saison gesehen) für einen ausländischen Leistungsträger! Kämpfen und laufen darf da nicht nur zählen.
11 | 3liter | 03.05.2011 @ 12:39
Turon und Hartmann muss ich nächstes Jahr hier nicht unbedingt wieder haben. Andererseits stellt sich ja immer wieder die Frage, was finanziell überhaupt machbar ist. Wenn z.B. Hartmann einen Vertrag mit reduzierten Konditionen bekommt, ist das durchaus in Ordnung. Das Geld kann man dann woanders ausgeben. Unterm Strich zählt letztlich das Preis-Leistungsverhältnis.
12 | willithefish | 03.05.2011 @ 13:40
also ich bin der meinung das ein turon hier wsw einen vertrag bekommen muß! er ist für mich, abgesehen von den torleuten der beste ausländer der letzten saison gewesen, hartmann wird ich keinen vertrag geben - viel zu schwach ! rory muß mann sehen wie der kader aufgebaut ist, auf alle fälle ein kämpfer und das passt ! boots wilkommen zurück - hammer einkauf !!!!
13 | Mannstefan | 03.05.2011 @ 20:29
@9 ein bischen übertrieben, so schlecht war er dann doch nicht, wenn mann die anderen Kontis anschaut,
also "meiner meinung nach" im Gesamtpaket eher nen vertrag als Turon
14 | angel185 | 03.05.2011 @ 23:09
freu mich riesig das boots wieder zurück ist!
zu hartmann: nachdem ervin ausfiel war er nicht mehr zu sehen, er war ein schatten seiner selbst, für mich persönlich wäre es unverständlich ihn weiterzuverpflichten! ich bin für rory, denn er hat sich immer reingehangen für das team, er ist ein kämpfer! und diesmal allerdings gleich als stürmer verpflichten! leider hatte er in den pd´s keine chance sich weiter zu beweisen. pro rory!!!!
turon würde ich auch halten!
15 | Brian | 04.05.2011 @ 08:01
Ja genau und dann vielleicht doch noch HArtmann und dann sind wir wieder da wo wir letzte Saison waren. Turon ja weil solide, es sollte jedoch der Preis entscheiden. Hartmann zuwenig viel zuwenig. Rawlyk war nur der Einäugige unter den Blinden auf der falschen Position. Sicher er hat gekämpft, musste er aber auch weil das Wort Laufwege so für ihn nicht umsetzbar schien.
16 | Taubentreter | 05.05.2011 @ 16:50
Welcome back Bout's...! Very nice... mehr gibt es nicht dazu zu sagen!
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Transfercoup – mit diesem Superlativ bewertet die Fachzeitschrift „Eishockey-News“ in ihrer am heutigen Dienstag erscheinenden Ausgabe die Rückkehr von Boutin in den Fuchsbau. Für den 26 Jahre alten Kanadier ist es das zweite Gastspiel in der Lausitz. In der Saison 2009/2010 wurde er nachträglich verpflichtet, weil sich Stammtorhüter Ryan MacDonald schwer verletzt hatte. Am Ende der Spielzeit kürte die „Eishockey-News“ dann Boutin sogar zum besten Torhüter der 2. Bundesliga.
Anschließend unterschrieb der Kanadier einen gutdotierten Vertrag in Norwegen bei Lillehammer IK. „Jonathan ist ein sehr starker Torwart, der konstant auf hohem Niveau hält. Wir freuen uns sehr, dass er wieder für die Füchse spielt“, sagt Team-Manager Ralf Hantschke. Die RUNDSCHAU erklärt, was hinter den beiden Transfercoups steckt.
Warum entschied sich Boutin für Weißwasser?
Eine ganz wichtige Rolle spielte der familiäre Aspekt. Boutins Freundin wohnt in Weißwasser, deshalb hatten die Füchse bessere Karten als die Mitbewerber. Allein mit finanziellen Gründen wäre der Torhüter wohl schwer zu überzeugen gewesen. Denn auch in der neuen Saison werden die Füche mit rund einer Million Euro wieder einen der kleinsten Etats der 2. Liga haben. Zudem hofft Boutin weiterhin auf den Sprung in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Und um dieses Ziel zu erreichen, muss er sich präsentieren. Hierzulande steht er viel mehr im Fokus als in Norwegen.
Was wird aus den bisherigen Torhütern?
Mit der Boutin-Verpflichtung ist klar, dass Ryan MacDonald und Dominik Halmosi keine Zukunft in Weißwasser haben. Für MacDonald ist es der Abschied nach insgesamt drei Jahren im Füchse-Trikot. Er wird möglicherweise in seine kanadische Heimat zurückkehren. Nummer zwei hinter Boutin sollte eigentlich der 18-jährige Dustin Strahlmeier werden, der schon in der abgelaufenen Saison für die 2. Liga lizenziert war und beim Kooperationspartner Jonsforf spielte. Strahlmeier gab den Füchsen aber einen Korb. Er unterschrieb bei Zweitliga-Konkurrent Bietigheim.
Wie gelang die Verpflichtung von Torjäger Derlago?
Genau wie Boutin möchte sich auch Mark Derlago für europäische Topclubs empfehlen. Die Füchse siegten im Bieten mehrerer Zweitligisten, weil sie dem 25-jährigen Kanadier am schnellsten ein Angebot unterbreiteten, dass natürlich auch vernünftig dotiert war. Immerhin gehört Derlago zu den Topstürmern der ECHL, der dritthöchsten Profiliga in Nordamerika. In der abgelaufenen Saison schoss er 45 Tore, zwei Mal in Folge wurde er in das All-Star-Team gewählt.
Die Füchse gehen damit einen anderen Weg als zuletzt, wo sie bei den Kontingentstellen vor allem auf Quantität setzten. Eine Marschroute, die beinahe schief gegangen wäre, denn erst in der Abstiegsrunde schaffte Weißwasser den Klassenerhalt. Diesmal investieren die Füchse mehr in die Qualität – siehe Boutin und Derlago. Da jedoch nicht mehr Geld zur Verfügung steht als bisher, muss laut Hantschke „innerhalb des Kaders umverteilt“ werden. Das heißt, die weiteren Ausländer sollen möglichst preisgünstig sein.
Wie sehen die weiteren Planungen aus?
Von den Kontingentspielern können nur David Turon und Richard Hartmann auf einen neuen Vertrag hoffen. Gestiegen sind die Chancen auf einen Verbleib von Danny Albrecht. Er wurde von den Moskitos Essen umworben, die jedoch große finanzielle Probleme haben.
(von Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau